1987 kam es zur Anschaffung eines Dunkelfeld-Mikroskops. Eine lang gehegter Wunsch ging damit in Erfüllung. Nun wollte ich schauen, ob auch in der Welt alles Kleinen, das dem menschlichen Auge normalerweise nicht zugänglich ist, aussagefähige Bilder der Natur zu finden sind.
Um möglichst schnell den richtigen Umgang mit dem Mikroskop kennen zu lernen nahm ich an einem Kursus beim Kosmos-Verlag teil und war überrascht, was alles damit untersucht werden kann. Das war eine sehr spannende Zeit und bald wußte ich, wonach ich schauen wollte. Begonnen hat es mit der Herstellung farbenprächtiger Dauerpräparate von Stengelschnitten. Mit einer Minolta-Spiegelreflex-Kamera begann ich festzuhalten, was mir besonders auffiel.
STENGELSCHNITTE
Die Aussagefähigkeit dieser Bilder war hier anderer Art,
Die gleiche Pflanzenart brachte gleiche Bilder,
Artverwandschaft zeigte Abwandlung der Grundart.
Das Bild entsteht, durch scheibchenweise Querschnitte des Pflanzenstengels. Durch die Röhrchen der auf- und absteigenden wasserhaltigen Säfte erscheint das Grundmuster der Pflanze.
Nach dem gleichen Grundprinzip wurden auch in Murano Glasscheibchen für Venezianischen Schmuck hergestellt.
Holunder Hybriden-Mais Kartoffel Beinwell
Kastanie Fenchel Maiglöckchen